Die Serie Chernobyl stand schon lang auf meiner Liste, und gestern abend schaute ich sie an. Wie es der Zufall will, fast genau 40 Jahre nach dem Ereignis. Ich erinnere mich an eine Wanderung im Schönbuch, im Mai oder Juni 1986, zwei Frauen, vier Grundschulkinder, auf dem Heimweg vom Picknick fing es an zu regnen, wir schauten uns an mit plötzlicher Panik (a hard rain ..) und beeilten uns, nach Hause zu kommen.
Wie es der Zufall wollte: gestern abend, gerade als auf dem Bildschirm die Techniker wild auf Knöpfen herumdrückten und gleich darauf der Reaktor explodierte - gab es draußen einen Blitz und zwei enorme Donnerschläge - man glaubt es kaum.
Diese Serie hat mich zutiefst verstört und bis in meine Träume verfolgt. Alle die jetzt wieder AKWs bauen wollen, sollten sie sehen.
Wie friedlich unser Alltag hier noch ist ... wir sollten jeden banalen Tag loben und preisen.
Morgens um 6 ruft die Pflicht, ich starte meine innere Musik (Rise and shine, Sleepy Joe, there are places to go ..) und rolle erst mal die vollen Mülltonnen an die Straße.
Um 10 sollte ich mein Rad zur Werkstatt bringen - kurz vorher machte ich mich auf die Suche nach dem Schlüssel für die Batterie, den ich irgendwo an einem sicheren Ort verstaut hatte, der mir jetzt nicht mehr einfiel. Ich suchte und suchte, wir haben einfach zu viel Platz .. schließlich, in der hintersten Ecke, unter der Kiste mit Christbaumschmuck, wurde ich fündig.
Ich habe mir jetzt einen neuen Platz gesucht für diesen Schlüssel. Den vergesse ich bestimmt auch gleich wieder ...