Donnerstag, 14. Mai 2026

Arbeit

 Ich bin ein paar Tage allein vor Ort, meine Mitarbeiterin ist im Urlaub.

Gute Zeitplanung ist nötig. 


Ich habe wieder mal im hiesigen Bettengeschäft eingekauft. Über die Jahre angeschaffte Billigware (Schnäppchen vom Kaufland und vom Norma) sind nur als Überbrückung gut. Jetzt musste mal wieder Qualität her. An diesen Handtüchern kam ich nicht vorbei. Die Tischtennisplatte ist prima geeignet zum Wäschesortieren.

Ich stelle wieder mal fest, dass ich meine Arbeit sehr schätze. Immer am Puls des Hauses, immer im Kontakt mit den Ecken und Kanten (dringend muss der Silikoner wieder her!), mit Wäsche und Sprühflaschen, mit Bettdecken und Kissenmenü ...

Gerade kommt die Sonne heraus, an diesem kalten, nassen Bonifatius-Tag. Zum Mittagessen, wie jedes Jahr an Himmelfahrt, fahren wir zum Fischerheim, Forelle essen. Wieder mal, zum Dritten!

 

Mittwoch, 13. Mai 2026

Wiesenblumen

Ich musste noch was einkaufen, für den Feiertag, und fuhr anschließend ein Stück flussabwärts, um noch ein paar Takte Nachtigall zu hören. Bei der Gelegenheit pflückte ich einen Strauß Esparsetten, Salbei, Skabiosen, Margeriten ... 


Der eisheilige Westwind wirbelt Ulmensamen in jede Ecke, in jedes Spinnennetz, überall fliegen sie, liegen sie, hängen sie, kleben sie. 

Zimmer werden storniert, wenige möchten Fahrradtouren fahren bei dieser Kälte. Dabei hätten sie Rückenwind, aber das wissen sie nicht.


 

Dienstag, 12. Mai 2026

Pankraz


Die Eisheiligen, heute: Pankratius. Machen ihrem Namen alle Ehre. Kalter Regen hat den Rest Blütenstaub abgewaschen.

Morgen Servatius, übermorgen Bonifatius, am Freitag die Kalte Sophie.

Der Nussbaum schlägt aus.


Und die Ulme im Freibad blüht, nicht alle, sondern alle zwei Jahre wieder.  


Mein Haus ist ja ziemlich runderneuert, nur noch wenige Teile sind wirklich alt und verratzt. So die Schranke. So das Büro. Das bleibt auch so. 

Gleich habe ich einen Fußpflegetermin. Da ich selber nicht mehr richtig an meine Füße komme (Alter!), setzte ich mich vor den Spiegel und versuchte, mit Eddingstift die schmerzenden Stellen (Hühneraugen) zu markieren. Aber irgendwie bewegen die sich. Plötzlich sind sie woanders. Bevor ich also meine ganze Fußsohle schwärze ...

Ich bilde mir ja was ein auf meine intakten Gelenke (Hüften, Knie), sowie die Wirbelsäule. Gestern bekam meine Eitelkeit einen Dämpfer: Symptome eines drohenden Hexenschusses, die ich aber mit Gegenbewegungen bekämpfte. Bisher erfolgreich. Wenig Sitzen, Mehr Gehen, Stehen, Liegen! Und immer atmen. Und die Bauchmuskeln anspannen! Und dabei atmen!

Ulmensamen. Wie Ochsenaugen. 

Auch die Kastanien blühen. 

Bügeln
Galerie

Sonntag, 10. Mai 2026

Bewertungen

 

Ich bewerte diese Gäste mit 5 von 5 Sternen.

Eine Familiengruppe, versorgen sich komplett selber, decken hier gerade den Frühstückstisch, nachdem sie in die Morgensonne gerückt sind. Die Matriarchin pries nicht einfach nur die Blumenpracht allgemein, sondern speziell die Lichtnelken (und noch spezieller: die Kuckuckslichtnelken).

Meine blau-gelb-weiß-grüne Wiese
 

Freitag, 8. Mai 2026

Baustellen

Die Fliegengitterschiebetür vorm gelben Zimmer hängt in den Seilen, sieht aus wie Totalschaden, aber ich hoffe auf meinen kunstfertigen Handwerker, der schon mal Wunder vollbracht hat. Er kann aber erst in 2 Wochen.

Die Tür zu Wohnung Ost lässt sich nicht mehr abschließen, nicht mal richtig schließen, wird nächste Woche repariert. Ebenso die Tür des grünen Zimmers.

Der Silikoner müsste auch mal wieder einen Durchgang machen.

Die Niederschlagswasserrechnung (über tausend Euro) kommt demnächst.

Der Backofen in der Gemeinschaftsküche ist total versaut. Anscheinend ist ein Fisch darin explodiert.

Gäste, Gäste ....!!!

Ich habe beschlossen, mir in meinem Liebhaber-Zuschussbetrieb wenigstens meine Arbeitsleistung bezahlen zu lassen. Nutze neuerdings meinen eigenen Algorithmus zur Preisgestaltung. Wie alle anderen auch. Sehr selten beschwerten sich meine Gäste über zu billige Übernachtungen. 

Die Uferwiese


 Storchschnabel und Vergißmeinnicht

Die erste Rose
und die Kurz-vor-Pfingst-Rosen

Dienstag, 5. Mai 2026

Regen


 Im Regen setzte ich mich ins Café in der Bibliothek.


 Der Regen malt mit Blütenstaub
Dann kam die Sonne wieder raus.






Zimmer mit Frühstück


gab es 4 Tage lang. Heute hab ich morgens wieder freie Bahn, d.h. den Frühstücksraum für mich und mein Gsälsbrot ganz allein.

Waldbrandgefahr Stufe 4 von 5. Aber jetzt fängt es an zu regnen, ein Segen. Ein richtiger milder Maienregen, man möchte mitten drin stehen bleiben.

Abends hörte ich im SWR das Hörbuch Die Elixiere des Teufels von ETA Hoffmann. Musste mich erstmal reinhören, war dann aber gefesselt. Auch wenn ich nicht bis in die letzten Familienverzweigungen der Erbsünder-Sippe folgen konnte (Der Fürst, der Baron, die Prinzessin, die Schwester der Fürstin, der Sohn des Grafen ... die Tante des Hemuls, die Tochter der Mümla ...). Interessant fand ich: die ganze Geschichte spielt unter Mönchen, in Klostern, in Kirchen - und das Thema ist ja die Sünde, die Buße, die Versuchung  - dafür ist auffallend wenig die Rede von Gott. Mehr von himmlischen Mächten, gemordeten Heiligen, bösen Geistern ...