Freitag, 23. Oktober 2026

Stürmisch

war der Tag. 

Der Mond nimmt zu.


Der Quittenbaum trägt gut dieses Jahr.

Manchen Sonnenuntergang erwische ich nicht, bin zu spät, aber der Mond ... 


Die fast schon gestorbene Kapuzinerkresse gibt nochmal alles.

Manche Stammgäste sind notorische Vergesser. Lustig wird es dann, wenn sie dieselbe Sache zum zweiten Mal vergessen. Oder vielmehr verlieren, auf dem Weg zum Auto.

Meine Hausärztin erklärte mir, dass man sein Fieberthermometer kennenlernen muss. Das tue ich dieser Tage. Und wundere mich über meine Temperaturen. Dreitagefieber ist nix dagegen.

 

 

Donnerstag, 22. Oktober 2026

Blätter

 



Wenn Blätter von den Bäumen stürzen ... (Heinz Erhardt)

....und du fühlst dass du bald sterbst ... (Dieter Hildebrandt)

.. wenn du einen Drachen erbst, lass ihn steigen, es ist Herbst. (Erwin Grosche) 

Dienstag, 20. Oktober 2026

Walnüsse

Der Nussbaum im Herbst macht so viel Sauerei, dass die städtische Kehrmaschine sich erbarmt und eine Extrarunde in unserem Hof dreht.

Aber auch die Ernte ist reich.

Dabei habe ich noch so viele Nüsse vom letzten Jahr. Ich bin immer zu faul zum Knacken.

Letzte Blüten aus dem Garten

Meine Telefonanlage spinnt. Die Zentrale befindet sich in meiner Wohnung, und seit Tagen macht sie glucksende Geräusche (wie Wassertropfen in einem sehr hohlen Rohr!), ab und zu, vor allem nachts, klingelt sie, kurz, aber lang genug, dass ich aufwache, also ziehe ich abends den Stecker. Mein Elektriker lässt sich Zeit.
 

Montag, 19. Oktober 2026

Wetter


Zuerst so


 dann so


 

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Reisen

 

Im Spätnachmittagslicht besuchte ich Tübingen. Flanierte durch neue Wohnviertel, erst kürzlich aus dem Boden gestampft.


Auch war ich in der Innenstadt, wo ich an manchen Geschäften einfach nicht vorbei komme, ohne Servietten zu kaufen.

Jahreszeitlich passende Mumintassen habe ich diesmal stehenlassen. Mein morgendliches Ritual: aus welcher Mumintasse trinke ich heute meinen Kaffee?

(Da fällt mir ein, die Jura-Maschine befindet sich mitten im Entkalkungsprozess, ich muss gehen und Knöpfe drücken!)

Dann hörte ich mir einen Vortrag an über KI und wir , in der Westspitze. Thema war: Reisen.

Die Globetrotter von heute ... Safety first oder Better safe than sorry

Meine Reisen führen mich selten über Landesgrenzen. 

Heimfahrt unter einem mondlosen aber sternenklaren Himmel 

 


 

Heute traf ich Bekannte, die eine Woche auf Kreta in einer Ferienwohnung verbracht haben, während um sie herum die Unwetter tobten. Wieviele Drachmen war ihnen der Urlaub wohl wert?
 

Montag, 12. Oktober 2026

Montag

 

Morgens um sieben ist die Welt noch dunkel.

 


Manchmal beherbergen wir ungewöhnliche Gäste.

Kaum schleppt sich die eine fort, meldet sich schon der nächste. Wir sind die letzte Stufe vor der Obdachlosenunterkunft.

Ich musste mal wieder ein großes Teil zum Waschen bringen, ins Bettenhaus "Das neue Bett".

Die haben hübsch dekoriert, mit Kastanien und Herbstgedöns. Fehlte nur noch der Kaffee. Und der Zwetschgenkuchen.

Es ist kalt geworden. Der Ofen brennt.
 

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Regenwetter

Heute
Und gestern

 






Dienstag, 6. Oktober 2026

Oktoberlicht


morgens

und abends

Außerdem haben wir Pellets getankt, bevor die Preise sich verdoppeln und verdreifachen.Zehn Tonnen, im Blindflug, ich habe keine Ahnung, wieviele noch drin waren im Lager, da dieses von der Brigade Balla hermetisch vernagelt wurde, es ist jetzt eine Black Box.

Rechnungen stapeln und summieren sich, nicht ganz so die Einnahmen.

Dieses Jahr knapsen/knappsen(?) wir ziemlich.

Größere Putz-, Wasch-, Lüftungsaktionen sind nötig. Es gibt so Gerüche, die müssen ausgetrieben werden, mit allen Mitteln. Die KI empfiehlt BactoDes Enzymreiniger. 

Die Quitten sind reif, die Nüsse fallen.  


 

Freitag, 2. Oktober 2026

Mittwoch, 23. September 2026

Herbstanfang



 Farbenfroh: das grüne Zimmer


Dieser Gast teilt sich das kleinste Zimmer mit seinem Fahrrad.

Dienstag, 22. September 2026

Interessant

Wo wir schon bei Befindlichkeiten sind ..

Ich stelle fest, dass diese eine Wanderwoche nachwirkt: da wurden Grenzen überschritten, die mir unbekannt waren, ein sozusagen kleiner Grenzverkehr ... hinterlässt den Eindruck der Vergeblichkeit sportlicher Übungen aller Art, wozu auch?

Die Füße haben sich erholt, die Muskeln auch, der Geist kämpft sich noch an zwei Stöcken bergauf und bergab ...

Und der Leib tut stoisch seine Pflicht, putzt Zimmer, füttert Gäste (alle, alle wollen sie Frühstück!), was soll's, ich wache sowieso um 5 Uhr auf, irgendwie laufe ich auf Autopilot .. in Erwartung irgendeiner Veränderung, die schon in den Startlöchern steht, gut oder schlecht ... 

Ich höre mir einen Podcast an: zwei absolut nervige ZEIT-Journalisten stellen blöde Fragen und Joschka Fischer spielt den alten Weisen. 

Der Sommer zieht sich in die Länge, es regnet nicht. 

 

Sonntag, 20. September 2026

Fast schon Herbst

 

Was Gäste zu Lieblingsgästen macht: sie hinterlassen nicht nur eine aufgeräumte Wohnung sondern auch noch ein dekoratives Herbstgesteck.

Überhaupt die Abreisegespräche ...

Manchmal erfährt man viel über Verdauungsbefindlichkeiten, manchmal ganze Lebensläufe, manche Stammgäste melden sich schon fürs nächste Jahr an und wünschen schon mal schöne Weihnachten und guten Rutsch! Ich danke und beiße in ein Lebkuchenherz. 

Donnerstag, 17. September 2026

Hotelbibliothek

Ich empfehle, begleitend zum aktuellen Implodieren der Trump-Herrschaft (hopefully) diese Lektüre:

Red Star Down 

Sonntag, 13. September 2026

Schwarzwald zu Fuß: Westweg


Anreise nach Pforzheim


Frisch am ersten Tag. Die ersten zwei Tage ging's ganz gut, danach kam der Muskelkater.
Zwischen Dobel und Hornisgrinde regnete es nicht durchgehend, auch wenn's hier so aussieht.



Die Schwarzenbach-Talsperre: leer

Zum Glück hatte ich ausreichende Mengen Blasenpflaster eingepackt. Denn der Muskelkater war nicht der einzige Schmerz.

Auf dem Kniebis war ich erledigt. Und nass. Meine Kleidung konnte ich trockenföhnen. Wir waren ja Luxuswanderer, mit reservierten Zimmern und Koffertransport.
Erhabene Momente

In Hausach beendete ich meine Wanderung. Das ist aber nur die Nordhälfte, der Westweg geht noch bis Basel, über die richtig hohen Berge.

Da musste ich passen. 

Ein paar Bilder, die im Kopf bleiben:

An heißen Tagen konnte ich mich nicht hinsetzen, sofort lief mir der salzige Schweiß schmerzhaft in die Augen.

Bei gefühlt jeder Weggabelung führte unser Weg aufwärts.

Was mit der Zeit sogar angenehmer war als abwärts. Der Abstieg ins Kinzigtal war fast wie freier Fall. Ohne Stöcke hätte ich mich auf den Hosenboden gesetzt ..

Die Unterkünfte sind spärlich gesät, und auch meist eher schlicht. Frühstück mit Scheiblettenkäse und Wurstaufschnitt. Wirtinnen manchmal gastfreundlich, manchmal nicht.

Verlaufen haben wir uns auch. Nicht immer war die Beschilderung eindeutig.

Im Nordschwarzwald trafen wir kaum eine Menschenseele.

Aber grandiose Ausblicke, Heidelbeeren, Ebereschen, Heidekraut, majestätische Windräder, Schafe, Ziegen, Kühe, Aussichtstürme, die wir nicht bestiegen (jeder Schritt tat weh), der Mummelsee im Nebel verborgen, groteske Touri-Shops auf der Schwarzwaldhochstraße, wo die Motorradkonvois donnern, ...

Vielleicht sollte ich den Westweg mit dem Fahrrad fahren. Das kann man auch.

In diesem Leben wars das wohl mit dem Wandern.