Sonntag, 13. September 2026

Schwarzwald zu Fuß: Westweg


Anreise nach Pforzheim


Frisch am ersten Tag. Die ersten zwei Tage ging's ganz gut, danach kam der Muskelkater.
Zwischen Dobel und Hornisgrinde regnete es nicht durchgehend, auch wenn's hier so aussieht.



Die Schwarzenbach-Talsperre: leer

Zum Glück hatte ich ausreichende Mengen Blasenpflaster eingepackt. Denn der Muskelkater war nicht der einzige Schmerz.

Auf dem Kniebis war ich erledigt. Und nass. Meine Kleidung konnte ich trockenföhnen. Wir waren ja Luxuswanderer, mit reservierten Zimmern und Koffertransport.
Erhabene Momente

In Hausach beendete ich meine Wanderung. Das ist aber nur die Nordhälfte, der Westweg geht noch bis Basel, über die richtig hohen Berge.

Da musste ich passen. 

Ein paar Bilder, die im Kopf bleiben:

An heißen Tagen konnte ich mich nicht hinsetzen, sofort lief mir der salzige Schweiß schmerzhaft in die Augen.

Bei gefühlt jeder Weggabelung führte unser Weg aufwärts.

Was mit der Zeit sogar angenehmer war als abwärts. Der Abstieg ins Kinzigtal war fast wie freier Fall. Ohne Stöcke hätte ich mich auf den Hosenboden gesetzt ..

Die Unterkünfte sind spärlich gesät, und auch meist eher schlicht. Frühstück mit Scheiblettenkäse und Wurstaufschnitt. Wirtinnen manchmal gastfreundlich, manchmal nicht.

Verlaufen haben wir uns auch. Nicht immer war die Beschilderung eindeutig.

Im Nordschwarzwald trafen wir kaum eine Menschenseele.

Aber grandiose Ausblicke, Heidelbeeren, Ebereschen, Heidekraut, majestätische Windräder, Schafe, Ziegen, Kühe, Aussichtstürme, die wir nicht bestiegen (jeder Schritt tat weh), der Mummelsee im Nebel verborgen, groteske Touri-Shops auf der Schwarzwaldhochstraße, wo die Motorradkonvois donnern, ...

Vielleicht sollte ich den Westweg mit dem Fahrrad fahren. Das kann man auch.

In diesem Leben wars das wohl mit dem Wandern. 

 

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