Samstag, 14. November 2009
Freitag, 13. November 2009
Ufer Ufer Ufer
Und da muss ich noch ein Gedicht vorlesen - ich sag einfach nicht von wem, dann komm ich auch nicht in Anwalts Küche:
-
geht einer aus dem tore
und wird ihm plötzlich warm
da hängt er seine jacke
an einen ahornarm
da wirft er seine schuhe
in einen augenteich
da hat er keine ruhe
das tote holz ist bleich
da hängt er seine strümpfe
an einen weidenfinger
da geht er in die sümpfe
mit zehen zweimal fünfe
und wer nicht kommt und wer nicht kommt ist der nachhausebringer
-
Ist das nicht schön und traurig und schaurig??
Ufer : Mönch
Die Patronin fand bei ihren Uferbegehungen schon vor Jahren diesen Mönch in seinem Häuschen. Damals hatte er eine kleine weiße Musikantin an seiner Seite. Die Patronin arrangierte ein Gruppenbild mit etwas dynamischerer Konstellation. Grischnakh hat nach dem Fotografieren die Szene aber wieder verlassen.
Beim nächsten Besuch war die Musikantin verschwunden. Nun stand der Mönch ganz allein und hielt mit großer Geduld die Stellung.
Die Patronin erzählte einem Freund vom Schicksal des Mönchs. Der Freund, aktiver Geocacher, nahm sich des armen Mönchs an und verwandelte ihn in eine Pilgerstätte. Und einen Schatzbewacher.
Pilger brachten ihm dann auch Gesellschaft: einen Jesus am Kreuz und einen Engel.
Letzte Woche war wieder einmal eine Pilgerin da. Sie fand zu Füßen des Mönchs einen Schatz besonderer Art: einen ganzen Haufen durchweichte, nicht zugestellte Post. Die sie der Polizei übergab.
So kamen dank des Mönchs lang erwartete Sendungen doch noch an.
Die Patronin wird ihm ein kleines Geschenk bringen, dem Mönch.
Überforderte Postzusteller werden das nächste Mal ein anderes Versteck suchen.
Donnerstag, 12. November 2009
Ufer : November
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